Reise Know-How Verlag Tondok
Reiseführer für Ägypten, Jordanien, Israel und Ostdeutschland

Ägypten das Niltal, News

Ägypten – das Niltal Aktuelle Informationen

Letzte Aktualisierung: 27.12.2016

Die Sicherheitslage

Ägypten befindet sich seit der Revolution 2011 in einer Umbruchphase, inzwischen kommt es aber kaum noch zu nennenswerten Demonstrationen oder gewaltsamen Auseinandersetzungen. Wenn Demonstrationen stattfinden, empfiehlt das Auswärtige Amt, diese weiträumig zu meiden. Wie weltweit, ist es auch in Ägypten in den letzten Jahren zu einer Zunahme terroristischer Anschläge gekommen, die sich überwiegend auf Einrichtungen der Sicherheitskräfte konzentrierten. Da sich die Sicherheitslage kurzfristig ändern kann, sollten Sie sich vor und während einer Reise im Internet informieren, wie offizielle Stellen die aktuelle Lage einschätzen:

Hilfreich sind auch die Hinweise aus England: www.gov.uk/foreign-travel-advice/egypt

Deutschland und Österreich unterscheiden zwischen Sicherheitshinweisen (die Sie bedenken sollten) und Reisewarnungen, die nur sehr selten bei erheblichen Gefährdungen ausgesprochen werden. Letztere sollten Sie im Interesse der eigenen Sicherheit strikt beachten. Wird während Ihres Aufenthalts eine Reisewarnung ausgesprochen, fliegt Sie (bei einer Pauschalreise) der Veranstalter auf Wunsch vorzeitig aus. Individualreisende wenden sich umgehend an ihre Botschaft.

Die deutschsprachigen Länder führen Reise- oder Krisenvorsorgelisten. Bei besonderen Vorkommnissen wird ihre Botschaft dann Kontakt mit Ihnen aufnehmen oder Informationen zukommen lassen. Die Eintragung ist kostenfrei und wird empfohlen; das Formular finden Sie bei den o.g. Links.
Regionale Besonderheiten

In Kairo ist die Lage nach einigen unruhigen Jahren wieder normal. Die Sicherheitskräfte bewachen öffentliche Einrichtungen, besonders gesichert sind Polizeistationen und Armeegebäude. Nach einer Reihe von Anschlägen auf diese Ziele besteht in deren unmittelbarer Umgebung ein abstrakt erhöhtes Risiko. Es ist allerdings in den letzten Jahren zu keinen gezielten Anschlägen auf das normale Stadtleben, auf Touristen oder touristische Einrichtungen gekommen – im Gegensatz zu solchen Gräueltaten in europäischen Hauptstädten.
Im gesamten Niltal dürfte das Sicherheitsniveau relativ einheitlich sein. In den oberägyptischen Städten Luxor und Assuan war die Lage auch in den letzten Jahren fast immer ruhig. Nicht grundlos gelten sie weiterhin als die beliebtesten Reiseziele im Niltal. Die Menschen dort freuen sich über jeden Besucher, man wird begeistert empfangen. Mittelägypten, also der Bereich südlich von Kairo bis nach Qena, geriet in den 1980er und 1990er Jahren in Verruf und galt als Hochburg muslimischer Extremisten. Eine repressive Sicherheitspolitik führte jedoch dazu, dass sich die Lage seit den 2000er Jahren normalisiert hat. Heutzutage unterscheidet sich die Sicherheitslage hier nicht von den anderen Regionen im Land. Nichtsdestotrotz wird man hier als Besucher früher oder später Bekanntschaft mit der Polizei machen, die dafür Sorge tragen will, dass die Region nicht wieder in Verruf gerät. Seit 2011 waren wir mehrfach in den mittelägyptischen Provinzen unterwegs und haben uns (wie auch all die Jahre zuvor) niemals unsicher gefühlt. Gleichermaßen beobachten wir die einheimische Berichterstattung sehr genau und sehen derzeit keine Veranlassung, diese höchst-faszinierende Region nicht wieder vermehrt in den touristischen Fokus zu rücken.
1 Reisevorbereitungen

Ägyptische Museen im deutschsprachigen Raum
Literaturtipps und Stadtpläne

Unsere umfangreichen Empfehlungen finden Sie hier.
2 In Ägypten zurechtkommen

Geld und Geld wechseln (S. 33)
Seit dem Sommer 2016 erlebt der früher allgegenwärtige und inzwischen vollständig durch Münzen abgelöste 1 LE-Schein ein Comeback. D.h. zum Betrag von 1 Pfund gibt es nicht nur Münzen, sondern auch wieder Scheine. Gleiches gilt für 50 und für 25 Piaster, für die es neben den Münzen nun auch wieder die alten Scheine gibt.
Anfang November 2016 hat die Ägyptische Zentralbank den bislang staatlich festgelegten Wechselkurs des ägyptischen Pfundes gegenüber dem Dollar aufgegeben. Dies führte zu einer drastischen Abwertung der Landeswährung gegenüber US$ und Euro. Während man zu Redaktionsschluss für einen Euro ca. 10 Ägyptische Pfund (LE) bekam, sind es nun ca. 20 LE. Da nun jede Bank bzw. Wechselstube selbst über ihren Wechselkurs entscheiden kann, lohnt ein Vergleich umso mehr.

Preisentwicklung (S. 34)
Die offizielle Inflationsrate lag bereits im August 2016 sehr hoch bei rund 13% und stieg im November durch die Pfundabwertung auf 19,4%. Außerdem führte der Staat kürzlich eine Mehrwertsteuer in Höhe von 13% ein. Dies bedeutet, dass viele Güter des täglichen Bedarfs teurer werden und die Lebenshaltungskosten im Land steigen. Früher oder später werden daher auch Hotel-, Restaurant- und Fahrpreise gegenüber den im Reiseführer angegebenen Preisen zulegen. Für lokale Sammeltaxis wurden im November 2016 bereits in einigen Regionen Erhöhungen von ca. 15% bekannt gegeben. Weitere werden folgen. Diese „schleichende“ Erhöhung gilt nicht für Eintrittskarten zu Sehenswürdigkeiten. Für diese werden – sofern geplant – Preiserhöhungen gewöhnlich über die Medien zuvor bekannt gegeben (ein üblicher Termin ist November/Dezember eines Jahres). Wir werden gegebenenfalls auf Facebook und hier informieren.

Fotografieren und Filmen (S. 53)
In einer Reihe von Museen (z.B. Ägyptisches Museum Kairo, Koptisches Museum Kairo, Museum im Flughafen Kairo, Mallawi Museum, Luxor Museum…) wurden nach Redaktionsschluss Fototickets (LE 50) eingeführt, mit denen man ohne Blitz und ohne Stativ fotografieren darf. Eine vollständige Liste der betroffenen Museen liegt uns noch nicht vor; es heißt aber, es gebe Fototickets nun in allen Museen. An einigen Stellen gibt es nun auch Video-Tickets für den privaten Gebrauch (LE 300). Wer also fotografieren oder filmen möchte, frage am Ticketschalter nach.

3 Kreuzfahrten und Segeln auf dem Nil
4 Land, Leute und Vergangenheit
5 Kairo und Umgebung

In Saqqara ist das Innere der Unas-Pyramide (S. 180) erstmals seit Jahrzehnten für Besucher wieder zugänglich, allerdings nur bis 12 Uhr mittags. Auch die Gräber von Neferseschemptah (im Reiseführer noch nicht beschrieben) und Anchmahor (S. 185) (beide bei der Teti-Pyramide) sind nun seit Kurzem geöffnet. 
Wer vom Gelände-Eingang der Asphaltstraße folgt, bis diese nach links Richtung Userkaf-Pyramide abknickt, kann rechts zu den in einer Klippe gelegenen Gräbern der Amme von Tutanchamun und von Netjeruimes – genannt Parechnua gelangen (Gräber aus dem Neuen Reich; im Reiseführer noch nicht beschrieben). Das Grab der Amme ist seit Kurzem tatsächlich geöffnet und im Ticket „New Kingdom Necropolis“ enthalten. Das Grab des Parechenua war bei unserem Besuch im Oktober 2016 trotz Ankündigung nicht zugänglich.
6 Kairo: Praktische Informationen

Literaturtipps
Unsere umfangreichen Empfehlungen finden Sie hier.

Auf der Metro-Linie 1 (S. 193) fahren inzwischen (einige) neue Züge, die über elektronische Ansagen auf Arabisch und Englisch verfügen. Lassen Sie sich von den Ansagen und Streckenplänen in den Wagen nicht irritieren: An der Station Nasser ist kein Umstieg zu Linie 3 möglich, an der Station El-Malek El-Saleh kein Umstieg zur Linie 4. Die entsprechenden Streckenabschnitte sind noch gar nicht gebaut, die Ansagen sind ihrer Zeit (weit) voraus. Die Metro-Beschreibung im Reiseführer ist weiterhin aktuell.

Die Taxipreise (S. 197) wurden im November 2016 angehoben: Das Taxameter startet jetzt bei einem Betrag von LE 4 und zählt pro Kilometer LE 1,75 nach oben (im Stau fließt der Zeitfaktor mit ein und es wird teurer). 
7 Beni Suef und Umgebung
8 El-Minia und Umgebung

Das **Archäologische Museum in Mallawi (متحف ملوي ) bei el-Minia (im Reiseführer auf S. 260 erwähnt; nun wieder zugehörig zu den Highlights auf S. 252) wurde im September 2016 wiedereröffnet – damit war nach seiner fast vollständigen Plünderung im August 2013 eigentlich nicht mehr zu rechnen. Einige Infos und Bilder aus dem Museum: https://www.facebook.com/Aegypten.individuell/photos/?tab=album&album_id=625526814286810

Praktische Informationen:
- 9-16 U geöffnet, Eintritt LE 20/10; Pass mitbringen
- Foto & Film: Fototicket LE 50
9 Assiut und Umgebung
10 Sohag und Umgebung
11 Qena und Umgebung
12 Luxor und Umgebung

In Theben-West sind die atemberaubend schönen Gräber von ****Sethos I. im Tal der Könige (S. 355) und ****Nefertari im Tal der Königinnen (S. 372) wieder für Besucher geöffnet worden.Da die Darstellungen an den Wänden beider Gräber leider in fragilem Zustand sind, sollten die Grabstätten eigentlich nie wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sein, um diese überwältigenden Dokumente der Menschheitsgeschichte zu bewahren. Die aktuelle Wirtschaftslage scheint aber zu einem Umdenken geführt zu haben. Wer tief in die Tasche greift – der Ticketpreis beträgt LE 1.000 pro Person und Grab – darf die Gräber wieder besuchen (und damit vielleicht zur weiteren Verschlechterung des Zustands beitragen). 

In der Arbeitersiedlung Deir el-Medina (S. 373) enthält das Ticket für das Grab des Paschedu nun seit Kurzem drei weitere Gräber: Die Gräber Nr. 218-220 von Amunnacht, Nebenmaat und Chaemteri. Der Ticketpreis ist unverändert.

Das Ticket für die Gräber in el-Chocha (S. 383) enthält nun ein weiteres Grab: Nr. 110. Der Ticketpreis ist unverändert.
13 Edfu und Umgebung
14 Assuan und Umgebung
15 Nassersee bis Abu Simbel
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