Reise Know-How Verlag Tondok
Reiseführer für Ägypten, Jordanien, Israel und Ostdeutschland

VW-Bus 12

Im VW-Bus um die Erde im Web

"Nachdruck" der sechsten, vergriffenen Auflage (1989)
Kapitel 12 Ausbau eines normalen VW-Kombi
Der normale VW-Kombi oder Bus unterscheidet sich lediglich in der Höhe vom Hochraum-Bus, alle anderen Maße wie Grundfläche, Türen etc. sind gleich. Die in den Kap. 10 und 11 beschriebene Einrichtung für den Hochraumbus wurde aus der eines normalen Kombi entwickelt - jetzt ist also der Schritt in umgekehrter Richtung nötig. Die prinzipielle Einteilung des Wagens bleibt, es ändern sich lediglich die Wasserversorgung, die Fächer unter dem Kleiderschrank und einige Details am Bett.

Das Bett kann leider nicht so hoch über dem Motor liegen wie beim Hochraumbus, trotzdem sollte man über dem Motorraum noch Staufächer schaffen. Als optimale Höhe hat sich ein Maß von 16 cm herausgestellt (Abb. 15). Jetzt steht allerdings die Rückenlehne der Sitzbank über die Stauräume hinaus, sie kann nicht einfach durch ein Scharnier befestigt werden. Abb. 15 zeigt jedoch das Prinzip: An den beiden oberen Außenecken der Rückenlehne ist je eine ca. 15 cm lange Flacheisenführungsschiene (B) drehbar montiert. Diese Schiene ist am anderen Ende (Drehpunkt A) mit der Auto-Karosserie ebenfalls drehbar verschraubt (an unserem damaligen Kombi waren M 6 Muttern an dieser Stelle werksseitig in die Karosserie geschweißt).

Die übrige Bettkonstruktion entspricht der des Hcohraumwagens. Zum Bettenbauen wird die Sitzfläche hochgeklappt, Rückenlehne und Sitzfläche gemeinsam in die Waagerechte gehoben - dabei klappt die Führungsschiene F herunter, die Rückenlehnenkante legt sich auf Staufach (E) -, die seitlichen Stützen rasten ein und halten die Rückenlehne fest. Jetzt wird die Sitzfläche herumgeklappt und- wie gehabt - in Ketten eingehängt (eine Alternative hierzu ist in Kap. 11.3 aufgezeigt).

Leider hat der Wasserkanister beim Normalbus keinen Platz unter dem Dach. Zwangsläufig muß man den Kanister an einer anderen Stelle unterbringen und die Wasserleitung mittels einer Pumpe versorgen. Als Platz bietet sich der Durchgang zwischen Kleider- und Küchenschrank an. Wenn man einen relativ flachen Kanister direkt an den Küchenschrank stellt, ist das Durchgehen kaum behindert. Als Wasserpumpe würden wir eine Tauchpumpe nehmen - weil sie so billig ist, daß man sich gleich mehrere Ersatzpumpen kaufen kann.

Im einschlägigen Handel gibt es inzwischen sehr gut angepaßte Unterflurtanks für den VW-Bus. Ein solcher Tank stiehlt keinen Platz im ohnehin schon engen Wohnbereich.

Der Kleiderschrank nimmt jetzt praktisch die gesamte Höhe des Wagens hinter dem Fahrersitz ein. Sie müssen allerdings ein Fach für die Gasflasche wie das Fach (T) in den Kleiderschrank einbauen. Die Türen unterteilt man am besten auch wieder so, daß die eine gleichzeitig als Tisch benutzt werden und die andere den Durchgang verschließen kann. - Der Kleiderschrank wurde nicht der Rundung des Fahrzeugdaches angepaßt, sondern erhielt ein gerades Dach. Daher ergibt sich zwischen Kleiderschrank und Autodach noch eine ca. 11 cm hohe Ablage.

Für Kamera und andere wertvolle Utensilien bauten wir ein Safe zwischen die Vordersitze, es ist allerdings nur 40 cm lang und 25 cm hoch. Bei diesen Abmessungen behindert es den Durchgang nicht allzu sehr.

Unter dem Dach oberhalb des Motorraums ließ sich auch ein kleines Staufach unterbringen, das 11 cm tief und 50 cm lang ist. Über dem Herd läßt sich sehr einfach eine Ablage unter das Dach montieren, die auf dem Horizontalholm der Schiebetür aufliegt.
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